PRESSEMITTEILUNG Bundestag gibt Strafverfolgungsbehörde mehr Möglichkeiten im Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch

– Ermittler haben nun die Möglichkeit mit künstlich erstellten Missbrauchsvideos Zugang zu Tauschforen zu erlangen und mögliche Täter zu überführen

Kiel | 20.01.2020. Sexueller Missbrauch wird täglich vielfach in Deutschland angebahnt und ausgeführt. Meist hinter verschlossenen Türen, in Familie und sozialem Umfeld. Und dennoch gelangen diese schrecklichen Gewalttaten über Aufnahmen an weitere Täter – öffentlich über das Internet – und doch kann es nur sehr schwer nachgewiesen werden. Anhand der Verschärfung des Gesetzes soll die Strafverfolgung nun durch virtuell erzeugte Videos, die sexuellen Missbrauch zeigen, leichter an die Täter gelangen, sich so auch als Konsument ausgeben und vertrauen zu den Tätern aufbauen.

Ursula Schele, Geschäftsführerin der PETZE, führt dazu aus:

„Die Verschärfung des Gesetzes ist ein wichtiger Schritt, um den Ermittlern mehr Möglichkeiten einzuräumen. So lange aber Ladendiebstahl härter bestraft wird als sexueller Kindesmissbrauch sind wir noch weit weg von einer echt angemessenen Lösung.“

Zudem ist es auch gesellschaftlich wesentlich, diese Straftaten als solche zu beschreiben. ‚Ach ist doch nur Kinderpornografie‘.

„Kinderpornografie gibt es eben nicht“,

so Schele,

„Kinder werden missbraucht, gefoltert und ihre schrecklichen Erfahrungen werden zum Vergnügen anderer zur Verfügung gestellt. Das ist schlimmer Kindesmissbrauch, das ist Gewalt, das sollten wir auch als Missbrauchsdarstellungen benennen.“

Cybergrooming, also die Anbahnung von Täter*innen im Netz an Kinder, soll laut neuer Gesetzesvorlage nun auch härter bestraft werden. Denn Kinder und Jugendliche fühlen sich im eigenen Zuhause sicher, so dass die gefühlten Schutzmechanismen, die im analogen Leben bereits versagen, erst recht nicht im Netz greifen. Es ist unablässig, mit den eigenen Kindern zu sprechen. Zur Medienkompetenz in der Familie rät Ann-Kathrin Lorenzen, Referentin für Prävention von digitaler sexualisierter Gewalt:

„Medienerziehung sollte als fester Bestandteil in der allgemeinen Erziehung Platz finden. Eltern müssen präventiv den Einstieg ins Netz begleiten. Mit klaren Regeln und regelmäßigen Gesprächen über Medieninhalte, soll eine solide Basis für eine gute Medienerziehung geschaffen werden; denn Kinder vermuten die Täter eben nicht in Spielen, die sie jeden Tag spielen und die ihnen vertraut sind. Hierbei ist es hilfreich sich zu fragen: Wie würde ich offline entscheiden? – Haben Sie den Mut sich zu positionieren, ‚Nein!‘ zu sagen oder Alternativen anzubieten“.

Jugendschutzfilter können eine Unterstützung sein, die elterliche Aufsichtspflicht aber nicht ersetzen. Denn die Filter erkennen das vermeintlich normale chatten, wie es Täter zu Anbahnung verwenden, eben nicht und Filter können leicht von medienversierten Mädchen und Jungen umgangen werden.

PETZE-Institut für Gewaltprävention
Ursula Schele
Tel.: 0431/91185
E-Mail: ursula.schele@petze-kiel.de


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Neu im PETZE-Shop: Zwei Postkarten, Motiv mit Katze und mit Motiv Präventionshaus / Schutzkonzept

Ab sofort können diese beiden Postkarten für je 0,50 € plus Versand im PETZE-Shop bestellt werden:

Alle sagten DAS GEHT ECHT NICHT! Dann kamst Du, bist am Ball geblieben UND HAST ES EINFACH GEMACHT. PETZE BRINGT PRÄVENTION INS SPIEL!Motiv mit Katze:

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Motiv Präventionshaus zur Implementierung Ihrer  Schutzkonzepte, Rückseite: 5 nächste Schritte

 

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»Damit haben wir doch kein Problem! Oder?« Vortrag im Rahmen des Aktionstags gegen sexualisierte Gewalt an der Uni Kiel zum Download

Ursula Schele, Geschäftsführerin vom Kieler Petze-Institut für Gewaltprävention, hat 40 Jahre Berufserfahrung in der Gewaltprävention. In ihrem Vortrag am 25. November 2019 im Rahmen des Aktionstags gegen sexualisierte Gewalt an der Uni Kiel plädierte sie unter anderem dafür, dass viel mehr Vorfälle von sexualisierter Gewalt angezeigt werden müssten, als es bisher passiert.
Foto: © Farah Claußen, Uni Kiel

PDFVortrag im Rahmen des Aktionstags gegen sexualisierte Gewalt an der Uni Kiel als PDF zum Download

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Vortrag zum Download: Hinsehen – Handeln? Helfen! von Prof. Dr. Julia Gebrande

Vortrag im Rahmen des Begleitprogramms 40 Jahre Frauennotruf Kiel Hinsehen – Handeln? Helfen! Unterstützung für Mädchen und Jungen nach sexualisierten Gewalterfahrungen von Prof. Dr. Julia Gebrande

PDF Datei zum Download

Der Vortrag wurde gehalten am Do 7. November 2019 >>> 18-21 Uhr


Vortrag: Hinsehen – Handeln? Helfen!

Unterstützung für Mädchen und Jungen nach sexualisierten Gewalterfahrungen

Kinder, die sexuellen Missbrauch erlebt haben, brauchen auch im Alltag Unterstützung. In diesem Vortrag steht der Umgang mit Betroffenen im Zentrum – wie können diese in ihrer Verarbeitung gestärkt werden? Denn nach wie vor bestehen häufig Gefühle von Unsicherheit und Überforderung, wenn sich ein Verdacht bestätigt –mit der Gefahr, dass nach dem Motto „lieber gar nicht als falsch“ gehandelt wird. Fachkräfte in Kindertagesstätten, Schulen und Einrichtungen Jugend- und der Erziehungshilfe sind oft die ersten Ansprechpersonen und sind daher im Laufe ihres Berufslebens immer wieder mit dem spezifischen Hilfebedarf konfrontiert, den Kinder haben, die sexuell missbraucht wurden. Die Ergebnisse des Forschungsprojekt KiMsta zeigen auf, was Fachkräfte und Umfeld tun können, um Kinder im Verarbeitungs-und Heilungsprozess zu helfen.

Referentin:

Prof. Dr. phil. Julia Gebrande, Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin, Hochschule Esslingen, Autorin des Buches „Kinder mit sexualisierter Gewalterfahrung unterstützen“
Prof. Dr. phil. Julia Gebrande

Prof. Dr. phil. Julia Gebrande, Diplom-Sozialpädagogin / Sozialarbeiterin, Hochschule Esslingen, Autorin des Buches „Kinder mit sexualisierter Gewalterfahrung unterstützen“

Im Anschluss an den Vortrag setzen wir die schöne Tradition des PRÄVENTIONS-KLÖNSCHNACKS fort und wollen mit unseren Netzwerk- und Kooperationspartner*innen darüber ins Gespräch kommen, wie sich die Arbeit im Bereich Prävention und Intervention in Kiel und Schleswig Holstein weiter konkret verbessern lässt. Dafür stehen u. A. sowohl die Notruf Vorstandsfrau Christa Limmer als auch die Geschäftsführerin der PETZE Ursula Schele bereit und freuen sich auf neue Ideen – insbesondere im digitalen Zeitalter.

Eintritt frei

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Zusammen MuTig sein | Lasst uns einen gemütlichen Abend in der artegrale verbringen – ein offenes Angebot für alle Menschen

Lasst uns einen gemütlichen Abend in der artegrale verbringen – ein offenes Angebot für alle Menschen

Besuch der Ausstellung sowie nette Gespräche und Austausch

Was wollen wir machen?
Wir schauen uns die Ausstellung ECHT MEIN RECHT! an.
Zusammen wollen wir ins Gespräch kommen über die Themen:

  • Gefühle
  • Liebe und Sex
  • Selbst·bestimmung

Es gibt etwas zu Essen. Zusammen MuTig sein | Lasst uns einen gemütlichen Abend in der artegrale verbringen – ein offenes Angebot für alle Menschen weiterlesen

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Veranstaltungshinweis: Film “Gelobt sei Gott” – Wie laut müssen sie noch schreien?

EINLADUNG: Sondervorstellung am Mo., 7. Oktober 2019 um 20 Uhr im Studio Filmtheater am Dreiecksplatz mit Gesprächsgästen in Kooperation mit der PETZE-Institut für Gewaltprävention. Im Anschluss an den Film Gespräch mit Ursula Schele, PETZE-Institut für Gewaltprävention und Dennis Jahnke und Matthias Ehr, Mitarbeiter bei der Männerberatung. Veranstaltungshinweis: Film “Gelobt sei Gott” – Wie laut müssen sie noch schreien? weiterlesen

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PRESSEMITTEILUNG: Auftaktveranstaltung Seien wir zusammen ECHT MuTig! am Mittwoch, den 25.09.2019 um 16:00 Uhr

PRESSEMITTEILUNG
Auftaktveranstaltung Seien wir zusammen ECHT MuTig!
am Mittwoch, den 25.09.2019 um 16:00 Uhr
(Kultur-Werkstatt und Atelier-Galerie artegrale, Reventlouallee 14-16, 24105 Kiel)

Vom 25.09. bis zum 17.10. ist die Ausstellung in der artegrale, einer Kultur-Initiative der Stiftung Drachensee, zu sehen. PRESSEMITTEILUNG: Auftaktveranstaltung Seien wir zusammen ECHT MuTig! am Mittwoch, den 25.09.2019 um 16:00 Uhr weiterlesen

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Pressemitteilung: Sexuellen Missbrauch früh verhindern

Starke Kinder Kiste! Stiftung Hänsel und Gretel PRÄVENTIONSBÜRO PETZE // PETZE-INSTITUT FÜR GEWALTPRÄVENTION GGMBH

PRESSEMELDUNG

Sexuellen Missbrauch früh verhindern. Bundesstart des Kita-Präventionsprojektes „Starke Kinder Kiste!“. Zehn Prozent der deutschen Kitas und damit 500.000 Kinder sollen erreicht werden.

Die Stiftung Hänsel+Gretel, Karlsruhe und das PETZE-Institut, Kiel wollen Kita-Kinder in Deutschland vor sexuellem Missbrauch schützen. Mit dem „Präventionsplan für Deutschland“ – unter Schirmherrschaft von Bundesministerin Dr. Franziska Giffey – soll die „Starke Kinder Kiste!“ in rund 5.000 Kitas eingeführt werden und damit 500.000 Kinder erreichen. Pressemitteilung: Sexuellen Missbrauch früh verhindern weiterlesen

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Seien wir zusammen ECHT MuTig…

Im Rahmen des „Mut verbindet und Teilhabe stärkt – MuT“-Projektes der Landeshauptstadt Kiel präsentiert die PETZE Ihnen und Euch ein tolles Angebot.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 02. und 03. Oktober 2019 hier in Kiel öffnen wir die interaktive Ausstellung „ECHT MEIN RECHT!“ vom 25.09. bis 04.10.2019 für die allgemeine Öffentlichkeit – also für ECHT alle Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Seien wir zusammen ECHT MuTig… weiterlesen

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PETZE – Prävention von sexualisierter Gewalt und sexuellem Missbrauch