Pressemitteilung: Petze und Landesbeauftragte wollen wirksamen Gewaltschutz in Einrichtungen

Kiel, 20. Januar 2023. Gemeinsam mit der Petze – Institut für Gewaltprävention legt die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen Michaela Pries heute eine Information zum wirksamen Gewaltschutz in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen vor. Da Menschen mit Behinderungen überdurchschnittlich von Gewalt betroffen sind, soll ihr Menschenrecht auf Unversehrtheit stärker in den Blick  genommen werden.

Studien belegen, dass insbesondere Frauen mit Behinderungen gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt sind. Dies geschieht auch im vermeintlich geschützten Rahmen von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Der Gesetzgeber hat auf der Grundlage der  Behindertenrechtskonvention die Träger von Einrichtungen explizit verpflichtet, ihren Schutzauftrag zu erfüllen und Gewaltschutzkonzepte für ihre Dienste einzurichten.

Präventionsmaterial zum Download - Wirksamer Gewaltschutz

Der gesetzliche Auftrag muss nun in den Einrichtungen umgesetzt werden. Petze und die Landesbeauftragte haben dazu eine  Information erarbeitet, damit die Einrichtungen wirksame Konzepte einrichten können. 

Links zu den Broschüren PDF:

Die Geschäftsführerin der Petze, Heike Holz:

„Ein nachhaltiges Schutzkonzept sollte immer von Menschen aus allen Bereichen der Einrichtung gemeinsam erarbeitet und
umgesetzt werden. Eine Hochglanz-Broschüre, die im Regal verstaubt, ist keine aktiv gelebte Prävention und hilft niemanden.  Diese Checkliste wird die Einrichtungen im gelebten Gewaltschutz unterstützen.“

Die Landesbeauftragte betont:

„Neben der Qualität des Gewaltschutzes kommt es mir bei
der wirksamen Umsetzung vor allem auf die Einbeziehung der Menschen mit Behinderungen an. Sie kennen in ihren Einrichtungen die Situationen, die ihnen angst machen oder in denen sie sogar hilflos sind“.

Die Schutzkonzepte müssen daher aus der Perspektive der betreuten Personen erarbeitet werden, mit ihnen in einem gemeinsamen Prozess so entwickelt werden, dass sie für sich Wege finden ohne beängstigende Situationen oder Übergriffe ausstehen zu müssen. Die Informationen sind auch in leichter Sprache verfasst, damit möglichst viele Menschen in den Einrichtungen mit ihnen umgehen können. 

 

PDFDiese Pressemitteilung als PDF: http://www.ltsh.de/presseticker/2023-01/20/11-26-03-3777/PI-Y8psOzd3-lt.pdf

Verantwortlich für diesen Pressetext: Michaela Pries, 24105 Kiel
Kontakt: Dirk Mitzloff, 0431 988-1624
Die Beauftragte im Internet: www.landtag.ltsh.de/beauftragte/lb

Jetzt teilen:

Pressemitteilung: PETZE-Institut für Gewaltprävention wird bei der Umsetzung zu Gewaltschutzmaßnahmen in Zukunft von einem Beirat bestehend aus Menschen mit Beeinträchtigung begleitet

Mitbestimmt durch Gründung eines Beirats

Kiel | 08.11.2022. Das PETZE-Institut für Gewaltprävention ist seit diesem Jahr vom Land Schleswig-Holstein beauftragt, die Implementierung von Gewaltschutzkonzepten in Einrichtungen der Eingliederungshilfe zu begleiten. Die Grundlage hierfür bietet der §37a im SGB 9 und der §10 im Landesrahmenvertrag des Landes Schleswig-Holstein. Beide besagen, dass Einrichtungen der Eingliederungshilfe Menschen durch Gewaltschutzkonzepte schützen müssen. Diese Gewaltschutzkonzepte haben zum Ziel, die – sexualisierte – Gewalt in den Einrichtungen gegen Menschen mit Behinderung zu minimieren, im besten Fall zu verhindern. Damit diese nicht als Papier im Schrank verweilen, sondern wirksame, nachhaltige und gelebte Einrichtungskultur werden, ist es notwendig, dass Leitungen, Fachkräfte und Menschen mit Beeinträchtigung gemeinsam an so einem Gewaltschutzprozess arbeiten. Neben den Prozessen in den Institutionen, ist es PETZE wichtig, eine unabhängige Struktur zu schaffen, die einen Blick auf Gewaltschutz wirft. Dafür wurde im gesamten Land nach Vertreter*innen gesucht, die Menschen mit Beeinträchtigung eine Stimme geben und den Beirat Sicher. Selbstbestimmt. bilden. 

„Für Gewaltschutzkonzepte, die Menschen mit Beeinträchtigung schützen sollen, gibt es keine Blaupause. Es ist daher dringend erforderlich, die Menschen zu beteiligen, die geschützt werden sollen“,

so Ann-Kathrin Lorenzen, Fachbereichsleitung für den Bereich Teilhabe im PETZE-Institut.

„Mitbestimmung funktioniert nur, wenn die dafür notwendigen Strukturen geschaffen werden und dafür sind wir als Gesellschaft verantwortlich“,

so Lorenzen weiter.

Das erste Treffen des Beirats findet am Dienstag, den 8.11.22 von 13.30-16.00 Uhr in der Pumpe Kiel statt.

Heike Holz, Geschäftsführerin des PETZE-Instituts:

„Wir freuen uns über das große Engagement und sind uns sicher, dass wir durch die aktive Arbeit des Beirates viel lernen werden. Gewaltschutz ist ein gesamtgesellschaftliches Thema und qualitativ hochwertige Prävention misst sich an dem Grad der Mitbestimmung. Gute, qualitativ hochwertige Präventionsarbeit gelingt nur mit den Menschen, auf die der Schutz gerichtet ist.“

Wir laden Sie herzlich ein, über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Schutz vor sexualisierter Gewalt zu berichten. Bitte wenden Sie sich an: petze@petze-kiel.de oder 0431/ 92333.

Über das PETZE-Institut für Gewaltprävention:
Der Schutz von Schutzbedürftigen vor sexualisierter Gewalt ist seit 30 Jahren zentrales Anliegen des PETZE-Institut für Gewaltprävention. Wir bilden Erwachsene fort, die mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen arbeiten – in Kiel, Schleswig-Holstein und darüber hinaus.

PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH,
Dänische Straße 3-5
24103 Kiel
V.i.S.d.P.: Ann-Kathrin Lorenzen, PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH, Kiel 

PDF Pressemitteilung Mitbestimmt durch Gründung eines Beirats

Jetzt teilen:

Halbzeit im Projekt „#UNDDU? Wir machen uns stark!“ – Workshops gegen sexuelle Gewalt unter Jugendlichen –

Seit nunmehr einem halben Jahr kann das PETZE-Institut für Gewaltprävention Workshops der bundesweiten Bewegung zur Prävention und Intervention bei sexueller Gewalt#UNDDU? Mach dich stark gegen sexuelle Gewalt unter Jugendlichen“ als Modellregion umsetzen. Die ersten Workshops mit Jugendlichen einer berufsbildenden Schule haben bereits erfolgreich stattgefunden und auch weitere Termine an Schulen sowie in Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen stehen fest.

Die Workshops, welche sich sowohl an Jugendliche, an Lehr- und Fachkräfte, als auch an Eltern und Sorgeberechtigte richten, sind bereits seit Juni 2022 und noch bis einschließlich März 2023 bei uns buchbar. Inhaltlich orientieren sich alle drei Workshopformate an der Lebenswelt der Jugendlichen und sollen Wissen und Handlungsmöglichkeiten zum Thema sexuelle Gewalt unter Jugendlichen vermitteln.

Während der bisherigen Projektlaufzeit hat sich herausgestellt, dass besonders bei Schulen in ganz Schleswig-Holstein ein großes Interesse an unseren Workshops besteht. Dennoch ist es uns ein großes Anliegen, die Präventionsarbeit mit Jugendlichen auch vermehrt in Sportvereine tragen zu wollen. Mit Blick auf die kürzlich erschienene Studie „SicherImSport“ des Landessportverbandes NRW[1] zeigt sich noch einmal mehr wie wichtig es ist, diesen zentralen Lebensbereich vieler Jugendlicher in unserer Arbeit mitzudenken. Denn laut den vorgestellten Studienergebnissen mussten ca. 3 von 10 Frauen sexualisierte Gewalt mit Körperkontakt im Sportverein erfahren – die Hälfte davon im Kindes- und Jugendalter („SicherImSport“, 2022, S.45).

Der Schutz vor sexueller Gewalt liegt jedoch nicht allein in der Verantwortung der Jugendlichen. Vielmehr müssen auch Fachkräfte, wie Trainer:innen sowie Sorgeberechtigte informiert, aufgeklärt und sensibilisiert werden, um sexuelle Gewalt zu erkennen und entschieden eingreifen oder als Ansprechpersonen unterstützend zur Seite stehen zu können.

Daher bieten wir offene Workshops für interessierte Erwachsene aus ganz Schleswig-Holstein an:

Der nächste Elternworkshop findet am Dienstag, den 15.11.2022 online von 19-21 Uhr statt und kann kostenfrei über unser Onlineportal (unter: https://petze-kiel.de/events/wir-sind-da-wenn-du-uns-brauchst-2022-11-15-229/) gebucht werden.

Eine offene Fachkräftefortbildung wird am Mittwoch, den 23.11.2022 online von 9-16 Uhr stattfinden. Diese kann ebenfalls in unserem Onlineportal (unter: https://petze-kiel.de/events/unddu-ich-weiss-wie-ich-eingreifen-kann/) für eine Teilnahmegebühr von 21,40€ gebucht werden.

Aufgrund der Förderung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend richten sich die Workshops ausschließlich an Interessierte, die in Schleswig-Holstein wohnen und/oder arbeiten.

Bei Interesse oder Fragen melden Sie sich gerne unter: unddu@petze-kiel.de

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

[1]https://www.lsb.nrw/fileadmin/global/media/Downloadcenter/Sexualisierte_Gewalt/Bericht_zum_Forschungsprojekt_SicherImSport.pdf

Jetzt teilen:

Pressemitteilung: PETZE-Institut für Gewaltprävention gewinnt mit der interaktiven Wanderausstellung ECHT MEIN RECHT! den 6. mitMensch Preis!

Stuttgart | 28.09.2022. Der Bundesverband evangelische  Behindertenhilfe e.V. (BeB) schrieb zum sechsten Mal den  mitMenschPreis aus. Gesucht wurden Projekte und Initiativen, die insbesondere Menschen mit Lernschwierigkeiten, psychischer Erkrankung und/oder hohem Unterstützungsbedarf mehr selbstbestimmte Teilhabe ermöglichen. Aus knapp 70 Projekten wurden fünf Gewinner*innen gewählt und die Wanderausstellung ECHT MEIN RECHT! und dessen innovativen Materialien als erstplatziertes Projekt gekürt. Die Wanderausstellung wurde in Kiel entwickelt und Schirmherr ist Daniel Günther. Die Projektverantwortlichen waren bei der Preisverleihung in Stuttgart und durften persönlich den Preis entgegennehmen. 

Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann, Rektorin der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Laudatorin und Jury-Mitglied sagte dazu:

„[…] Die Ausstellung beschreitet damit neue Wege: Sie will Menschen mit Behinderung nicht nur vermitteln, dass sie ein Recht auf Sexualität haben, sondern auch, dass sie selbst und auch ihre Partner*innen ein Recht auf Selbstbestimmung haben! […] Die Jury kam zu dem Ergebnis, dass wirklich alle Kriterien, die bei der Auswahl preiswürdiger Projekte berücksichtigt werden, von „ECHT MEIN RECHT!“ erfüllt sind!“

Institutionen können die Ausstellung bundesweit ausleihen und die Präventionsmaterialien zur Nachhaltigkeit bei PETZE erwerben. Weitere Informationen sowie Filme finden Sie unter: https://www.petze-institut.de/projekte/echt-mein-recht-fuer-maenner-und-frauen-mit-lern-schwierigkeiten/

„Menschen mit Lernschwierigkeiten, sog. geistige Beeinträchtigung, deren Sexualität und das Erleben von sexualisierter Gewalt – all das sind extreme Randthemen unserer Gesellschaft. 
Es ist daher ein wertvolles Zeichen, dass gerade dieses Projekt, dass all diese Themen umfassend sichtbar macht, als Sieger-Projekt ernannt wurde“,

so Ann-Kathrin Lorenzen, Projektleiterin und Fachbereichsleitung für den Bereich Teilhabe.

Heike Holz, Geschäftsführerin des PETZE-Instituts:

„Es ist großartig, dass die innovative Kraft des Projektes durch das Gewinnen des Preises anerkannt wird. Diese Ausstellung schafft tagtäglich Veränderung und den Kulturwandel hin zu einer inklusiveren Gesellschaft.“

Wir laden Sie herzlich ein, über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Schutz vor sexualisierter Gewalt zu berichten. Bitte wenden Sie sich an: 
petze@petze-kiel.de oder 0431/ 92333. 

Über das PETZE-Institut für Gewaltprävention:
Der Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt ist seit 30 Jahren zentrales Anliegen des PETZE-Institut für Gewaltprävention. Wir bilden Erwachsene, die mit Kindern, Jugendlichen und
erwachsenen Schutzbefohlenen in Kiel, Schleswig-Holstein und darüber hinaus fort.

PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH,
Dänische Straße 3-5
24103 Kiel
V.i.S.d.P. Ann-Kathrin Lorenzen, Petze Institut für Gewaltprävention gGmbH, Kiel


PDF
Pressemitteilung ECHT MEIN RECHT gewinnt mitMenschPreis

Jetzt teilen:

Pressemitteilung: Inklusiver Podcast – Der echt ehrliche Podcast für alle, die Barrieren in den Köpfen abbauen möchten

Kiel | 30.08.2022 Echt Schwer-In-Ordnung 2.0 ist das neu aufgelegte Podcast-Projekt des PETZE-Instituts für Gewaltprävention. Die Moderator*innen Julian Tepling (Experte in eigener Sache) und Celina Jürgensen (Pädagogin) des Teams  Teilhabe haben in Gesprächsrunden mit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung über die Themen sexuelle Selbstbestimmung,  Gewalt, Pflege- und Wohnsituation sowie die Bezeichnung von Menschen mit Beeinträchtigung gesprochen. Ziel des Podcasts ist es, Barrieren zu den oben genannten Themen abzubauen und den  Menschen, die auch heute noch oft überhört werden, eine Plattform zu geben. Mit den von ihnen geschilderten Erfahrungen und  Forderungen haben die Podcaster*innen im Anschluss  Politiker*innen und Fachkräfte konfrontiert:

Wie weit ist Kiel in Sachen Teilhabe und Inklusion? Was funktioniert gut und wo gibt es noch Herausforderungen bzw. Verbesserungsmöglichkeiten?

Unter anderem haben Celina und Julian sich mit Politiker*innen wie Nelly Waldeck (Grüne), Birte Pauls (SPD), Ulf Kämpfer (SPD) und Michaela Pries (Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen) und Fachkräften verschiedener Kieler Institutionen über genau diese Fragen ausgetauscht. Gefördert wurde das Projekt durch die Landeshauptstadt Kiel, ohne dessen Hilfe die
Umsetzung nicht möglich gewesen wäre.

Celina Jürgensen, Projektleitung Echt Schwer-In-Ordnung, sagte dazu:

„Barrieren lassen sich nur durch Begegnungen und den Austausch mit- und untereinander abbauen. Es ist der Dialog, der uns einander näherbringt. Genau das möchten wir mit dem Podcast erreichen, indem wir versucht haben, informativ und aufklärend über diese Themen zu sprechen.“

Der Podcast fordert eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Lebenswelten von Menschen mit Beeinträchtigung. Sie sind die Expert*innen für ihre Belange, denen wir nur zuhören müssen.
Der Podcast richtet sich an alle Menschen. Die erste Folge erscheint am 31.08.2022 bei den Streamingdiensten Spotify und YouTube.

Wir laden Sie herzlich ein, über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Schutz vor sexualisierter Gewalt zu berichten. Bitte wenden Sie sich an: 
petze@petze-kiel.de oder 0431/ 92333. 

Über das PETZE-Institut für Gewaltprävention:
Der Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt ist seit 30 Jahren zentrales Anliegen des PETZE-Institut für Gewaltprävention. Wir bilden Erwachsene, die mit Kindern, Jugendlichen und
erwachsenen Schutzbefohlenen in Kiel, Schleswig-Holstein und darüber hinaus fort.

PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH,
Dänische Straße 3-5
24103 Kiel
V.i.S.d.P. Ann-Kathrin Lorenzen, Petze Institut für Gewaltprävention gGmbH, Kiel


PDF
Pressemitteilung-ECHT SCHWER-IN-ORDNUNG

Jetzt teilen:

#UNDDU? Wir machen uns stark! Workshops gegen sexuelle Gewalt unter Jugendlichen

#UNDDU? Mach dich stark gegen sexuelle Gewalt unter Jugendlichen ist eine bundesweite Bewegung zur Prävention und Intervention bei sexueller Gewalt unter Jugendlichen.
Im Rahmen dieser Bewegung bieten wir in ganz Schleswig-Holstein  Workshops an, die sich wahlweise an
🔸 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren, 
🔸 Eltern bzw. Erziehungsberechtigte sowie
🔸 Lehr- und Fachkräfte richten.

Diese drei Workshop-Formate können unabhängig voneinander an Ihrer Einrichtung durchgeführt und ab sofort und bis Februar 2023 bei uns gebucht werden.

Weitere Infos...
Die Workshops orientieren sich inhaltlich an der Lebenswelt der Jugendlichen. Mit vielseiteigen und interaktiven Modulen vermitteln wir Wissen und Handlungsmöglichkeiten zum Thema sexuelle Gewalt unter Jugendlichen. So stärken wir die Selbstwirksamkeit der Teilnehmenden im Hinblick auf soziale Kompetenzen und konkrete Verhaltensweisen. Insgesamt steht die Vermittlung der (digitalen) Beziehungskompetenz im Mittelpunkt. Die Materialen sind lebensnah gestaltet und regen zur Selbstreflexion und zum Austausch an.

Die Workshops befähigen u.a. dazu:

  • eine klare Haltung zum Thema sexuelle Gewalt unter Jugendlichen einnehmen zu können
  • sich aktiv gegen sexuelle Gewalt unter Jugendlichen einsetzen zu können und über das Thema aufzuklären
  • das eigene Verhalten zu reflektieren, selbstbewusst für eigene Grenzen eintreten zu können und die der anderen zu wahren
  • Verantwortung in Fällen sexueller Gewalt unter Jugendlichen zu übernehmen

 Workshop-Formate (digital/hybrid/analog):

  • 12-18-jährige Jugendliche (6 h, für Schulen in Klassenstärke, für Vereine/ Ferienfreizeiten) | auf Anfrage unddu@petze-kiel.de | kostenreduziertes Angebot: 214,00 € 
  • Eltern bzw. Erziehungsberechtigte (2 h) Ein erster Termin findet am 5. Oktober 2022 von 19 – 21 Uhr statt und kann hier gebucht werden | digital und kostenfrei | weitere Termine auf Anfrage unddu@petze-kiel.de
  • Lehr- und Fachkräfte (6 h) | auf Anfrage unddu@petze-kiel.de | kostenreduziertes Angebot: 214,00 € 

Bei Interesse könnt ihr euch gerne bei uns melden unter: unddu@petze-kiel.de 

Wir freuen uns auf Euch!

#UNDDU? #Machdichstark #Zusammenhalt  #Missbrauchsprävention #Prävention #Peergewalt #cybergrooming #Jugendschutz

In Kooperation mit  

Innocence in Danger e.V.

 

 

Gefördert vom 

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
 

 

Jetzt teilen:

Pressemitteilung: Projektstart zur Prävention von sexueller Gewalt unter Jugendlichen in SH

#UNDDU? – Mach dich stark! Gegen sexuelle Gewalt unter Jugendlichen

Bundesweite Bewegung gegen sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen startet in Schleswig-Holstein

Das PETZE-Institut für Gewaltprävention erhält den Zuschlag, das Projekt der bundesweiten Bewegung #UNDDU? in Schleswig-Holstein als Modellregion durchzuführen. #UNDDU? ist eine bundesweite Bewegung zur Prävention von und Intervention bei sexueller Gewalt unter Jugendlichen und zielt darauf ab, sexuelle Gewalt unter Jugendlichen zu stoppen. 

Kiel | 17.06.2022 Laut dem aktuellem Forschungsstand haben etwa die Hälfte der 14-16-Jährigen in Deutschland nicht-körperliche sexuelle Gewalt und rund ein Viertel körperliche sexuelle Gewalt durch Gleichaltrige erlebt. Der Hashtag #UNDDU? lädt ein im Netz zu diskutieren: Was können Jugendliche tun, wenn sie von sexueller Gewalt betroffen sind? Wie können sich Jugendliche helfen, wenn sie sexuelle Gewalt unter Peers beobachten? Was machen Jugendliche, wenn sie sexuelle Gewalt ausgeübt haben? Mehr Infos zum Projekt unter: https://innocenceindanger.de/projekte/unddu/.

Entwickelt hat die bundesweite Bewegung #UNDDU? die NGO Innocence in Danger, die Internet-Spezialist:innen, Jurist:innen, Kinderschutzorganisationen, Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben, Politiker:innen und nationale Aktionsgruppen zusammenbringt, um die öffentliche Meinung im Bereich des sexuellen Kindesmissbrauchs zu sensibilisieren und humane,  technische und finanzielle Ressourcen zu mobilisieren. Ziel der Organisation ist der weltweite Schutz der Kinder vor Missbrauch, besonders auch im Internet. Mehr unter www.innocenceindanger.de.

Julia von Weiler, Geschäftsführerin von Innocence in Danger aus Berlin:

„#UNDDU? Ein Hashtag kann eine große Wirkung entfalten, siehe #metoo. Oft denken wir, es ist okay, wenn uns etwas passiert, das sich nicht gut anfühlt. Vielleicht weil es uns so alltäglich und „normal“ vorkommt. Aber das stimmt nicht. Mit #UNDDU? wollen wir zeigen, wie viele Jugendliche das Problem kennen – und dass wir alle etwas dagegen tun können.“

Im Rahmen des geförderten Projektes werden Workshops für Jugendliche, Eltern und Fachkräfte angeboten, um auf das Thema aufmerksam zu machen, um Handlungsoptionen zu vermitteln und um sich aktiv gegenseitig stark zu machen.

Das Projekt wird evaluiert durch die Forschungsgruppe „in puncto: pfaender & team GmbH“. #UNDDU? wird finanziert und begleitet durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Geschäftsführerin des PETZE-Instituts Heike Holz:

„Über die Zusage als Durchführende der Modellregion freuen wir uns sehr; das ist eine großartige Möglichkeit viele kostenreduzierte Angebote für Schleswig-Holstein in diesem Themenfeld machen zu können. Wir freuen uns auf den Austausch mit Fachkräften und Jugendlichen, die bei der Entwicklung des Projektes beteiligt waren. Dass Influencer:innen und Creater:innen den Hashtag und das Thema unterstützen, ist sehr wichtig für die Akzeptanz. Digitale Kommunikation ist für Jugendliche nach Corona wichtiger als jemals zuvor.“

Über das PETZE-Institut für Gewaltprävention:

Der Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt ist seit fast 30 Jahren zentrales Anliegen des PETZE-Instituts für Gewaltprävention. Das PETZE-Institut bildet Erwachsene, die mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Schutzbefohlenen arbeiten in Kiel, Schleswig-Holstein und darüber hinaus fort. Für die Präventionsarbeit entwickelt das PETZE-Institut praxisnahe Materialien und Projekte. Bekannt ist die PETZE für ihre interaktiven Wanderausstellungen, die u. a. in Schulen, in der Behindertenhilfe und in Kitas Kinder und Jugendliche altersgerecht zu den Themen sexualisierte Gewalt, häusliche Gewalt und Grenzverletzungen sensibilisieren.

Wir laden Sie herzlich ein über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Schutz vor sexualisierter Gewalt in Kiel und Schleswig-Holstein zu berichten. Bitte wenden Sie sich an: petze@petze-kiel.de oder 0431/92333.

PDFPressemitteilung als PDF zum Download: Projektstart #UNDDU zur Prävention von sexueller Gewalt unter Jugendlichen

 

Jetzt teilen:

digitaler Jugend Film Tag Kiel 2022

digitaler Jugend Film Tag 2022 in Kiel | Liebe – Freundschaft – Sexualität unter www.jugendfilmtag-kiel.de

Bis der JugendFilmTag Kiel wieder wie gewohnt in Präsenz stattfinden kann, präsentieren wir auf www.jugendfilmtag-kiel.de spannende und lehrreiche Filme, Serien und Dokumentationen rund um die Themen Liebe, Freundschaft und Sexualität.

Alle Vorschläge sind auf den bekannten Kanälen (Amazon Prime, Netflix, Disney+, YouTube usw.) entweder kostenfrei abrufbar oder für wenig Geld zu leihen bzw. zu kaufen. Für den ersten Eindruck haben wir euch die jeweiligen Trailer verlinkt und kurze Angaben zum Inhalt gemacht.

Für eine Einbindung in den Unterricht finden sich auf den Seiten auch speziell zugeschnittene Tipps und Anregungen zur Vor- und/oder Nachbereitung.

Wir wünschen euch ganz viel Spaß mit unseren Film-, Serien- und Dokumentationsvorschlägen. Mit Popcorn und kühlen Getränken kann auch das Klassenzimmer oder das eigene Zuhause Kinoflair vermitteln.

Film ab und gute Unterhaltung wünscht
das Team des JugendFilmTag Kiel!

www.jugendfilmtag-kiel.de

Jetzt teilen:

Pressemitteilung: Safer Internet Day 2022 – Neue barrierefreie Homepage mit Informationen rund um das Thema Gewalt mittels digitaler Medien

Kiel | 08.02.2022 einfach-sicher-online.com ist die neue barrierefreie Homepage des PETZE-Instituts für Gewaltprävention in Kooperation mit dem Frauennotruf Hannover, die durch eine Förderung aus dem Fonds für Barrierefreiheit entwickelt werden konnte. Themen sind unter anderem digitale und sexualisierte Gewalt, Cybergrooming und Hate Speech, aber auch Porno, Online Dating, Sexting und Hilfsmöglichkeiten.

Ann-Kathrin Lorenzen, Leitung des Bereichs Teilhabe im PETZE-Institut und Projektleitung der Homepage sagt dazu:

„Es scheint im Zeitalter der Digitalisierung fast banal eine
einfache Internetseite zu entwickeln, denn für viele Menschen mögen Schutz der eigenen Daten oder auch Online-Dating Normalität und kein großes Ding sein. Aber höher, schneller weiter bedeutet auch immer Ausschluss. Viele Menschen werden durch kaum barrierefreie Informationen und Aufklärung über Risiken und Schutzmöglichkeiten behindert, sicher zu surfen.“

Anhand verschiedener Umsetzungsmethoden, kann eine breite Zielgruppe an dem Vorhaben partizipieren. Gebärdenvideos machen es möglich auch jene Menschen zu erreichen, die diverse Vulnerabilitätserfahrungen machen, aber kaum Informationen
anhand von Gebärden erhalten. In jeden Planungsschritt der Website wurden Menschen mit Beeinträchtigung einbezogen.

„Es war auch unser Ziel Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen und daher sind wir sehr froh über die vielen Kooperationen mit diversen Beratungsstellen, die wir mit dem Projekt überzeugen konnten. Nun gilt es die Homepage bekannt zu machen, damit möglichst viele
Menschen erreicht werden“,

so Helena Behrens, Sozialpädagogin beim Frauennotruf Hannover Mitarbeitende im Projekt.

Wir laden Sie herzlich ein über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Schutz vor sexualisierter Gewalt zu berichten. Bitte wenden Sie sich an:
petze@petze-kiel.de oder 0431/ 92333.

 

Über das PETZE-Institut für Gewaltprävention:

Der Schutz von Kindern vor sexualisierter Gewalt ist seit fast 30 Jahren zentrales Anliegen des PETZE-Institut für Gewaltprävention. Wir bilden Erwachsene, die mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen in Kiel, Schleswig-Holstein und darüber hinaus fort.

PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH 
Dänische Straße 3-5
24103 Kiel
Tel.: 0431/ 92333
V.i.S.d.P.: Ann-Kathrin Lorenzen, PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH, Kiel, 0431 – 92 333

PDF Download der Pressemitteilung: Neue barrierefreie Homepage mit Informationen rund um das Thema Gewalt mittels digitaler Medien. Safer Internet Day 2022

Jetzt teilen:

Online-Fortbildungen 2022: Sexueller Missbrauch – Prävention und Intervention

Die Fortbildungen finden als OnlineAngebote statt. Für die Teilnahme benötigen Sie eine stabile Internetverbindung, einen Computer mit Kamera und Mikrophon, sowie idealerweise ein Headset.

Spezielle Software oder IT-Kenntnisse benötigen Sie nicht. Eine Teilnahmebescheinigung erhalten Sie per Post.

Die Veranstaltungen richten sich ausschließlich an Fachkräfte mit Arbeitsplatz in SchleswigHolstein.

PDFAlle Online-Fortbildungen 2022 Sexueller Missbrauch – Prävention und Intervention als PDF zum Download

Fortbildungen für Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, können ganz bequem über unser Veranstaltungs-Tool gebucht werden.

Mehr Informationen und Anmeldung: 

PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH
Dänische Straße 3–5
24103 Kiel
0431-92333
kim.sommer@petze-kiel.de
oder petze@petze-kiel.de
www.petze-kiel.de

Jetzt teilen:

PETZE – Prävention von sexualisierter Gewalt und sexuellem Missbrauch